St.-Lukas-Geschäftsführer Heinz-Bernhard Mäsker begrüßte die Gäste der Feierstunde und hieß insbesondere Janaczeks Ehefrau herzlich willkommen. Er betonte, dass der berufliche Weg des langjährigen Leiters eng mit der mehr als 200-jährigen Geschichte des Marienstifts verbunden sei. Zahlreiche Entwicklungen und Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte trügen seine Handschrift. Janaczek habe die Einrichtung mit großer Verlässlichkeit, Menschlichkeit und persönlichem Einsatz geprägt.
Seine Tätigkeit im Marienstift hatte Janaczek am 1. Februar 1990 begonnen. Damals verfügte die Einrichtung über fünf Wohngruppen mit insgesamt 46 Plätzen. Vier Ordensschwestern lebten und arbeiteten noch im Haupthaus. Janaczek war zunächst im Gruppendienst tätig und übernahm dort auch Nacht- und Wochenenddienste. Von 1991 bis 2001 stand er der Mitarbeitervertretung vor. Anschließend wurde er stellvertretender Leiter und übernahm 2002 die Gesamtleitung des Marienstifts. In seine Amtszeit fielen zahlreiche bedeutsame Veränderungen. Dazu gehörten der Abschied der Ordensschwestern und die Auflösung des Konvents im Jahr 2005, die Eröffnung der Mutter-Kind-Wohngruppe 2006, das 200-jährige Bestehen des Marienstifts 2010 sowie die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Auch die Aufnahme des Marienstifts in die Strukturen von St. Lukas zum Jahresbeginn 2019 begleitete Janaczek maßgeblich.
Fachliche Kompetenz und menschliche Haltung
Stefanie Holle, stellvertretende Caritasdirektorin, würdigte Janaczeks fachliche Kompetenz und seine zutiefst menschliche Haltung. Leitung bedeute, Verantwortung zu übernehmen, schwierige Entscheidungen zu treffen und auch in Krisen den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Janaczek habe der Caritas vor Ort über Jahrzehnte ein glaubwürdiges und lebendiges Gesicht gegeben.
Als besondere Anerkennung verlieh ihm Holle im Namen vom Deutschen Caritasverband das Ehrenzeichen in Gold. Die Auszeichnung wird für herausragendes und langjähriges Engagement im Dienst der Caritas vergeben.
Sandra Kolin blickte im Namen der Mitarbeitenden auf die gemeinsamen Jahre zurück. Janaczek habe stets dafür gestanden, jungen Menschen Schutz, Stabilität, Verlässlichkeit und neue Perspektiven zu geben. Er habe das Marienstift nicht nur verwaltet, sondern mit Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und Beharrlichkeit gestaltet. Für die Mitarbeitenden sei er ein verlässlicher Ansprechpartner und in schwierigen Situationen ein wichtiger Ruhepol gewesen.
Als Zeichen der Verbundenheit überreichten ihm die Mitarbeitenden eine Tasche mit zahlreichen Geschenken, guten Wünschen und einen Anker. Dieser steht für Halt, Verlässlichkeit und eine bleibende Verbindung zum Marienstift.
Für das Jugendamt des Landkreises Emsland dankte Gerd Konen dem scheidenden Leiter für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Besonders hob er Janaczeks Bereitschaft hervor, auch in akuten Krisensituationen kurzfristig Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Selbst unter schwierigen Bedingungen habe er besonnen gehandelt und konsequent nach tragfähigen Lösungen für die betroffenen jungen Menschen gesucht.
Pastor Gerrit Weusthoff erinnerte daran, dass für Janaczek stets der einzelne Mensch im Mittelpunkt gestanden habe. Er habe die im Marienstift lebenden Kinder und Jugendlichen nie auf ihre Hilfe- und Unterstützungsbedarfe reduziert, sondern sie immer als eigenständige Persönlichkeiten mit Fähigkeiten, Hoffnungen und Zukunftsperspektiven wahrgenommen.
Mäsker richtete abschließend den Blick zudem auf die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Angesichts der angestrebten inklusiven Ausrichtung sollen die Kompetenzen des Marienstifts und der bestehenden Kinder- und Jugendangebote von St. Lukas künftig noch enger miteinander verbunden werden. Die Leitung des Marienstifts übernimmt Alexander, der bereits den Kinder- und Jugendwohnbereich von St. Lukas verantwortet. Unterstützt wird er von den stellvertretenden Leitungskräften.
„Hans-Hermann Janaczek hinterlässt keine Lücke, sondern ein Lebenswerk und ein tragfähiges Fundament, auf dem seine Nachfolger aufbauen können“, sagte Mäsker. Als Dank für seinen jahrzehntelangen Einsatz überreichte St. Lukas Janaczek und seiner Ehefrau einen gemeinsamen Wochenendaufenthalt auf der ostfriesischen Insel Norderney.
Das letzte Wort hatte dann der geehrte und zutiefst gerührte Janaczek. In seinem persönlichen Rückblick stellte er die Leistung der Mitarbeitenden heraus. Ohne deren Einsatz wäre die Entwicklung des Marienstifts nicht möglich gewesen. Sein Dank galt deshalb allen derzeitigen und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen sowie den zahlreichen Kooperationspartnern und der Nachbarschaft.
Janaczek dankte für die wertschätzenden Worte, die Auszeichnung und die langjährige Zusammenarbeit. Seinem Nachfolger wünschte er viel Erfolg und eine glückliche Hand. Für Rückfragen wolle er auch nach der abschließenden Übergabe weiterhin erreichbar bleiben. Kinder und Jugendliche im Marienstift begleitet. Hinzu kamen seit der Eröffnung der Mutter-Kind-Gruppe zahlreiche Mütter mit ihren Kindern. Besonders bewegend seien für ihn Begegnungen mit ehemaligen Bewohnern, die auch nach vielen Jahren den Kontakt suchten und von ihrem weiteren Lebensweg berichteten. Fast 1.100 Kinder- und Jugendliche wurden während seiner Dienstzeit aufgenommen.
Janaczek dankte für die wertschätzenden Worte, die Auszeichnung und die langjährige Zusammenarbeit. Seinem Nachfolger wünschte er viel Erfolg und eine glückliche Hand. Für Rückfragen wolle er auch nach der abschließenden Übergabe weiterhin erreichbar bleiben.