Oft seit Jahrzehnten mit St. Lukas verbunden:

Lebensläufe der Jubilare veranschaulichen stetigen Wandel in der Eingliederungshilfe

Papenburg. Langjährige Verbundenheit zur Dienstgemeinschaft, zehn Jahre, 20, 25, 30 und auch 40 oder sogar 45 Jahre: Das zeichnet St. Lukas aus Papenburg besonders aus. Doch was macht den Reiz aus, in einem Sozialunternehmen der Einrichtungshilfe tätig zu sein? Antworten gaben einige Jubilare während einer Mitarbeiterehrung im Quartier St. Josef.

Ein reichhaltiges Kuchenbuffet, Kaffee, Tee und einige Erfrischungsgetränke bildeten einen ansprechenden Rahmen für eine würdige Feierstunde. Doch viel spannender waren die Begegnungen. „Ich kann mich noch daran erinnern, als in unserer Einrichtung, im damaligen St. Lukas-Heim rund 500 Mitarbeitende tätig waren. Nach Dienst wurde gemeinsam mit der Zentralverwaltung in der Werkstatt auch mal gefeiert – beispielsweise Karneval, der Start in die Ferien oder der Advent. Um 18 Uhr wurde eine Kassette mit Autorevers eingelegt und die Songs liefen bis in die Nacht in Dauerschleife durch. Letztlich interessierte das keinen, denn es zählte das Miteinander und wir hatten viel Spaß“, so der Geschäftsführer von St. Lukas Heinz-Bernhard Mäsker.

Eine langjährige Mitarbeiterin aus der Kita St. Franziskus blickte auf jene Zeit zurück, als es in der Adventszeit noch gestattet war, Kerzen anzuzünden. Heute ist das wegen der Brandschutzprävention strengstens verboten. „Habe ich die Kerze auch wirklich ausgemacht?“, lautete im wahrsten Sinne des Wortes ihre brennende Frage, also sie plötzlich aufwachte. Nach dem nächtlichen Wecken ihres Mannes fuhren sie gemeinsam zur Kita. „Natürlich war alles aus. Das habe ich bestimmt fünf bis sechsmal so erlebt“, verriet die Mitarbeiterin aus dem Fachbereich Entwicklung und Bildung und schmunzelte. „In den 1970er-Jahren gab es erste neue Wohnformen für Menschen mit Behinderungen. Wie war die Zeit?“, warf die Fachbereichsleiterin (Wohnen und Leben) Sandra Schmidt in den Raum. Daran und an die mehrfachen Umzüge ihrer Außenwohngruppe erinnerte Theresia Westerhoff. Sie ist seit 40 Jahren im Fachbereich Wohnen und Leben tätig. „Das war schon was Besonderes, denn Menschen mit Behinderungen lebten in Gruppen ganz normal in Wohngebieten, also Mitten in der Gesellschaft.

An seinen ersten Wochenenddienst als Zivildienstleistender erinnerte sich Daniel Abeln (Fachbereichsleiter Entwicklung und Bildung). „Mein erster Wochenenddienst im Kinderhaus verlief deutlich anders als gedacht. Ich wollte eigentlich gar nicht wiederkommen. Aber wir haben im Kollegenkreis über die Dinge gesprochen und haben mich motiviert. Letztlich waren diese intensiven Erfahrungen auch der Grund in unserer Fachschule für Heilerziehungspflege eine Ausbildung zum HEP zu starten. Britta Speller ist heute in der Ambulanten Autismus-Therapie (AutLuk) tätig. Gerne blickte sie jedoch auch auf die Zeit im Wohnheim zurück. „Zu Weihnachten erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner viele tolle Geschenke. Ganz zum Schluss bekamen sie eine Dose Cola. Darüber freuten sie sich am meisten. Gerade die Weihnachtszeit war immer sehr intensiv und ich habe sehr viel davon für mich aufgenommen“, sagt sie.

Eine neue Form der Zusammenarbeit mit Beschäftigten lernte Bernadette Potthast aus dem Fachbereich Qualifizierung und Arbeit kennen. Sie ist seit 25 Jahren Teil der Dienstgemeinschaft und leitet heute die Mensa am Mariengymnasium. Mehrere Menschen mit Behinderungen arbeiten in ihrem Team und bieten in den Pausen Speisen, Snacks und Getränke an. „Ich finde es sehr spannend, dass Mitarbeitende im Laufe ihres Berufslebens innerhalb unserer Einrichtungen ein oder mehrere Wechsel in unterschiedlichen Fachbereichen vollziehen“, hob Andreas Frische als Fachbereichsleiter Qualifizierung und Arbeit hervor und schaute in Richtung von Andreas Terfehr. Er ist seit 25 Jahren dabei und heute im Garten- und Landschaftsbau seines Fachbereiches mit mehreren Menschen mit Behinderungen im Einsatz. Einst arbeitete er im Schichtdienst im Wohnbereich und wechselte dann in die Werkstatt in den Betreuungsintensiven Arbeitsbereich (BIA). Gemeinsam mit der kaufmännischen Leiterin Birgit Schmidt nahmen der Geschäftsführer und die Leiterinnen und Leiter der Fachbereich im Anschluss die Ehrungen vor.

Die Jubilare aus dem Fachbereich Qualifizierung und Arbeit

Aus dem Fachbereich Qualifizierung und Arbeit wurden geehrt:  Marianne Böckmann, Gerda Freese, Kathrin Germer, Hans-Josef Mersmann, Renate Müller-Jaster, Thorsten Nee, Inga Oelsner , Hermann-Josef Schade, Helmut Terveer, Ralf Johannes Wemken (alle 10 Jahre), Bernadette Potthast, Andreas Terfehr, Monika Walker (alle 25 Jahre) und Martina von Drehle, Christel Feldick, Gabriele Hiller, Monika Huisinga sowie Christina Kassens blicken auf ihr 40jähriges Dienstjubiläum zurück.

 

Im Fachbereich Entwicklung und Bildung erfolgten ebenfalls zahlreiche Ehrungen für langjährige Dienstzeiten.

Im Fachbereich Entwicklung und Bildung wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit gewürdigt: Katharina Dworok, Sonja Funke, Loni Felicitas, Heinen-Preuß, Stefanie Koßenjans, Anna Kruse, Klaudia Leferink, Tanja Meyer, Melanie von Ohr (alle 10 Jahre), Ruth Espelage, Sabrina Hartkemeyer, Melanie Henke, Nicole Hömke, Kerstin Kröger, Stephanie Müller, Britta Speller, Daniela Tholen, Ruth Tuschinski (alle 25 Jahre), Petra Lembeck, Monika Lüken, Regina Wingerter (alle 40 Jahre) und Ursula Ruhsland für ihr 45jähriges Dienstjubiläum.

 

Die Jubilare aus dem Fachbereich Wohnen und Leben im Jahr 2026

Aus dem Fachbereich Wohnen und Leben erhielten folgende Mitarbeitende Auszeichnungen für ihre langjährige Verbundenheit: Heinrich Ahaus, Theresa Albers, Uta Baalmann, Beate Celten, Franziska Gnoth, Saskia Groh, Melanie Grotjans, Dirk Henke, Lea Hinrichs, Michaela Kuhl, Sabrina Lückenjans, Heike Meyer, Eva-Maria Mügge, Sandra Nakelski, Alexander Nee, Sabine Rohe, Kerstin Sackarendt-Schnieders, Cora Schlömer, Celine Schmitz, Karola Schmitz, Maria Schmock von Ohr, Beate Schnieders, Doris Schröder,  Bianca Stahl, Erika Tammen, Lena Westendorf (alle 10 Jahre), Raissa Becker, Kerstin Eilers-Knoblauch, Silvia Eiting, Tamara Knoll, Anna Koers,  Monika Kossen, Annemarie Nakelski, Sabine Osewold, Eva-Maria Plewinski, Dominik Santen, Maria Staggenborg (alle 25 Jahre), Angelika Brelage, Elisabeth Hinrichs, Anita Pasligh und Theresia Westerhoff für ihre 40-jährige Zugehörigkeit. Bei den Zentralen Diensten sind seit zehn Jahren Maria Garrelts und Birgit Schmidt für St. Lukas tätig.

 

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